Hintergrund
EQ-6 und HEQ-5 Service und Tuning – sinnvoll oder unrentabel?
Viele dieser Montierungen sind in Gebrauch, machen einen einigermaßen guten Job, sind aber in die Jahre gekommen. Plötzlich auftretende Unregelmäßigkeiten oder zunehmende Fehler in der Nachführung sind Zeichen von Veränderungen in der Montierung. Häufig ist es ein Problem der alten werksseitigen Schmierstoffe, aber auch so manch andere Ursachen sind oft – oder sogar kombiniert – vorzufinden.
Grundsätzlich ist alles gut lösbar. Da unser Equipment beim Beobachten meist ausbalanciert ist, gibt es an den Getrieben keinen nennenswerten Verschleiß. Lagerungen und die Lager selbst müssen in Ordnung sein. Der Austausch der RA-Schneckenlager ist Pflicht. Die Schnecke in RA ist das einzige Bauteil, welches sich in wenigen Minuten einmal um seine Achse dreht. Alle anderen Lager benötigen für eine Rotation 24 Stunden. In Deklination bewegt sich, bis auf die geringen Guidingkorrekturen, gar nichts.
Nur beim Positionieren bewegen sich beide Achsen mit 3,5° in der Sekunde, aber da beobachten oder fotografieren wir ja nicht. Das bedeutet, dass alle Lagerungen geprüft werden, aber nur wenn es Lagerdefekte gibt, werden diese nach Rücksprache ausgetauscht. Die Kosten für einzelne neue Kugel- oder Kegelrollenlager sind überschaubar.
Fazit: Jede dieser Montierungen, auch die schwarzen Classic-Versionen, können gut getunt werden. Sie laufen danach wieder einwandfrei. Für die SynScan-Goto-Versionen trifft das im selben Maße zu, wobei hier sogar das Umrüsten auf Zahnriemen absolut Sinn macht. Das hat wirklich Vorteile.
Bei den Classic-Varianten geht das natürlich auch, aber hier müsste zusätzlich das SynScan-Goto-Upgrade-Kit eingebaut werden. Das ist kein billiger Spaß und macht, rein finanziell gesehen, wenig Sinn – aber es ist möglich.